PositionswinkelAuf die Angabe eines Positionswinkels stößt man wohl in jedem astronomischen Jahrbuch, wenn es sich um Sternbedeckungen durch den Mond oder um Angaben bei einem Doppelsternsystem handelt.Beim Mond verfährt man mit solcherart Angaben wie folgt. Der Positionswinkel ist die Gradangabe in Bezug auf die Nordrichtung der Mondscheibe entgegen dem Uhrzeigersinn gezählt. Wir umschreiben somit den Mond mit 360° einmal komplett und sind wieder bei Norden angelangt. Zur Verdeutlichung des eben Geschriebenen soll mir eine Grafik dienen. (Beide Grafiken dieser Seite erstellte ich wieder mit XEphem 3.2.2.) |
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| Oben eine
Ansicht des Mondes
mit einem Gradnetz. Wir zählen entgegen dem Uhrzeiger am Mondrand
entlang. Begonnen wird im Norden mit 0°. So sind im Osten des
Mondes
90°, im Süden (unten) 180° und im Westen 270°. Im
Norden
sind wir dann wieder bei 0° bzw. 360° angelangt.
Vom Nordpol zum Saturn sind es auf dem Bild rund 66°. Für Potsdam sind in "Ahnerts Astronomisches Jahrbuch 2001" 62° angegeben. (Der Unterschied ist sicherlich auf das nachträgliche Einzeichnen des weißen Kreuzes in die Abbildung des Mondes zurückzuführen.) (Siehe auch Hinweis (oberste Grafik) auf der Seite zur Saturnbedeckung durch den Mond zum Koordinatensystem des Mondes.) |

| Ein Beispiel am
optischen
Doppelstern Alkor und Mizar (auch "Augenprüfer" genannt). Norden
ist
hier im Bild oben und wird wieder als Nullrichtung genommen. Richtung
Osten
(links) gezählt ergibt sich ein Positionswinkel für Alkor
(von
Mizar aus gesehen) von 70° [1].
(Im oberen Bild ist Norden oben, unten ist Süden, links ergibt sich Osten und rechts Westen.) |
Literatur:
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