|
|
Totale Mondfinsternis am 09. November 2003Übersicht der Aufnahmen
|
|||||
|
Datum:
09.11.2003 Für die Aufnahmen verwendete ich das MTO11CA mit Telekonverter 2x und eine Vivitar V3000S. Das Wetter war recht bescheiden. Der Wind blies recht heftig, es war diesig und die Sterne flimmerten (Szintillation). Negativ beschädigt, siehe Ende des Textes. |
|||||
|
|
|||||
|
|
|||||
|
|
|||||
|
|
|||||
|
|
|||||
|
|
Negativ beschädigt, siehe Ende des Textes. |
||||
|
|
|||||
|
|
|||||
|
|
|||||
|
|
|||||
|
|
|||||
|
|
|||||
|
|
|||||
|
|
Negativ beschädigt, siehe Ende des Textes. |
||||
|
|
|||||
|
|
Negativ beschädigt, siehe Ende des Textes. |
||||
|
|
|||||
|
|
|||||
|
|
|||||
|
|
|||||
|
Ein kurzer Bericht von der Beobachtung der Mondfinsternis an der Sternwarte Eilenburg Gegen 23 Uhr ging ich zum Auto. Russentonne, Astro1 und Fotoapparat waren schnell verstaut. Etwa 23:45 Uhr traf ich an der Sternwarte ein. Ein paar Leute standen schon vor dem Planetarium und warteten. Pünktlich um Mitternacht kam Herr Werner aus dem Sternwartengebäude. Es folgte eine kurze Veranstaltung im Planetarium. Herr Werner gab einen Ausblick auf das kommende Ereignis, welches wir uns von der Beobachtungsplattform aus ansehen wollten. Ich schaute während des Vortrages etwas ungeduldig auf die Uhr. Der Mond war schon in den Kernschatten der Erde eingetreten, bevor wir zur Beobachtungsplattform aufbrachen. Nagut, also ging ich nach der Vorausschau im Planetarium fix zum Auto und holte meine Gerätschaften. Bis ich alles auf der Beobachtungsplattform aufgebaut hatte, verging auch noch eine Weile. So habe ich das erste Bild erst 00:50 Uhr aufnehmen können. Während der Finsternis erklärte Herr Werner noch dies und das. Ich hörte nur mit halbem Ohr hin, da ich alle 10 min eine Aufnahme ausgelöst habe. So verging die Zeit bis zur Totalität. Mittlerweile waren noch mehr Leute gekommen. Zwei Pärchen mittleren Alters (sie waren schon im Planetarium mit dabei) hatten selbst ein Fernglas und ein Stativ mitgebracht, was sie dann auch nutzten. Einer der kleinen Refraktoren (80/1200) der Sternwarte wurde zur Beobachtung genutzt. Mit der Zeit war er aber teilweise zugetaut. Auf der Plattform selber hatte Herr Werner noch ein Aussichtsfernglas auf einer massiven Säule aufgestellt. Aber das war geradsichtig, wie bei den meisten Ferngläsern auch. Also hat man sich ordentlich verrenken müssen, um hinter die Okulare zu kommen. Für die Mondbeobachtung wäre ein Fernglas mit 45°-Einblick besser gewesen. Was mich ungemein gestört hat, war das ständige Kommen und Gehen. Einige Jugendliche waren nur 5 min da, dann haben sie sich wieder getrollt. An meiner Russentonne mit Kamera mußte der eine Jugendliche noch rumhebeln, ehe er verschwand. Es ist schon erstaunlich, mit wieviel Frechheit manche Menschen ausgestattet sind... Zur Finsternismitte habe ich dann langsam meine Gerätschaften zusammengepackt. Herr Werner hatte ohnehin nicht vor, bis zum Schluß durchzuhalten. Als ich auf die Tonne den Objektivdeckel aufsetzte bemerkte ich, daß sich auch dort auf dem Objektiv (eigentlich Korrekturplatte, da die Russentonne ja ein kleines Spiegelteleskop ist -> Maksutov-Cassegrain) ein klein wenig Tau abgesetzt hatte. Zum
Schluß, gegen dreiviertel drei, hatte ich es doch etwas
eilig. Ich habe ganz schön gefroren. Meine Füße
waren eisig kalt. Auf der Rückfahrt bin ich eher
geschlichen, als gefahren. Mich hat es hinter dem Lenkrad
geschüttelt vor Kälte, daß ich das für
richtig hielt. Gegen halb vier war ich dann wieder zu Hause.
Schnell habe ich die Geräte ausgepackt und zum Lüften
verstaut und dann ging es ab ins Bett. Da war es schon 4 Uhr.
Den Film brachte ich am Montag 10.11. zu Rossmann. Fertig entwickelt und vergrößert waren sie am Donnerstag 13.11. Beim Abholen bemerkte ich, daß die Filmtasche erstaunlich dick war. Zu Hause öffnete ich die Tasche und sah zu meinem Erstaunen zwei Zettel und einen Film. Ein Zettel war eine "Zurechtweisung", ich möge die Bilder, sollte ich welche nachbestellen wollen, bitte schön separat nachbestellen. Mir fiel der Spruch von der Servicewüste Deutschland ein... Regelrecht erschüttert war ich aber von der Qualität der Bilder. Auf einigen Bildern war ein senkrechter schwarzer Streifen zu erkennen. So faltete ich den zweiten Zettel auseinander und las - eine Entschuldigung wegen einer technischen Störung (aha, daher der Film...). Nun schaute ich mir die Negative an. Wirklich wunderbar halbiert wurden drei Mondaufnahmen. Da gehört schon was dazu, die Negative so exakt zu vermurksen. Sogar die Negativnummer war akkurat in zwei Teile zerschnitten. Der Streifen zeugt von den Bemühungen, aus den beiden Negativhälften ein Bild zurechtzufummeln. Ein Negativ wurde Fremdlicht ausgesetzt. Der Tag war gelaufen...! |
|||||
Stand: 16.
November 2003.
Erstellt:
14. November 2003.
©
2003 Udo Schirpke.